Gerechtigkeit

Aus Anlass der jetzt wieder aufflammenden Rentendiskussion ( vergleiche Kommentar der Rheinischen Post "Die Rentenerhöhung fällt zu stark aus" ) sehe ich mich verpflichtet, noch einmal mein Verständnis von Gerechtigkeit zusammenzufassen:

Sozialpolitiker sollten sich nicht als Volksbeglücker verstehen. Was wir wirklich brauchen, ist eine gerechte Verteilung des immer mehr durch Automation und technischen Fortschritt geprägten gesamtwirtschaftlichen Erfolges unserer Gesellschaft

  • als angemessene Entlohnung aller Erwerbstätigen, auch derjenigen, die in lohnintensiven Dienstleistungsberufen tätig sind,
  • als ausreichende, der Lebensleistung entsprechende Altersversorgung und
  • als angemessene Risikoprämie für das eingesetzte Kapital.

Lesen Sie hierzu bitte meine folgenden Ausführungen

Diese Mahnung gilt nicht nur für die nationale Wirtschafts- und Sozialpolitik; sie ist auch ein Appell an unsere Verantwortung in einer mehr und mehr vernetzten Welt. Die Flüchtlingskrise macht dies überdeutlich.

Unter Hinweis auf diese Linksammlung habe ich der Rheinischen Post zu dem oben genannten Kommentar folgendes geschrieben:

"Gerade angesichts der immensen Herausforderungen an Staat und Gesellschaft, ausgelöst von Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und in seiner Folge die Pandemien müssen sich alle gesellschaft-lichen Schichten endlich darauf verständigen, wie die durch Einsatz von Kapital, Maschinen und Digitalisierung getriebenen Gewinne gerecht verteilt werden. Die Verteilung beschränkt sich eben nicht auf die Frage, was bekommen die Jungen und was die Alten. Die Frage lautet, was bekommen die Arbeiter und Manager in der Industrie und was bleibt für diejenigen übrig, die die Betreuung der Kinder, der Kranken und der Alten auf sich genommen haben. Nur wenn Sie endlich bereit sind, sich auf meiner Homepage umzusehen und verstehen, dass Deutschland zwar ein reiches Land ist, es aber nicht schafft, die Erträge seines Reichtums gerecht zu verteilen, wird Ihre Zeitung dem Anspruch gerecht, der christlichen Kultur ver-pflichtet zu sein. Nicht ohne Grund habe ich bei meiner sozial-politischen Mahnung das Thema 'Wert der Arbeit' an erster Stelle aufgelistet. Daran muss sich alle Diskussion ausrichten. Meine Vorschläge finden Sie, wenn Sie den diversen Links folgen."

Neben den zuständigen Redakteurinnen haben auch der Chefredakteuer und die Leserbriefredaktion eine Kopie erhalten. Ich bin gespannt, ob meine Meinung als Leserbrief abgedruckt wird.

04.11.2021


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