Dauerthema: Verkehr in Richrath

Immer wieder ist über die Verkehrsprobleme in Richrath diskutiert worden. Bisher habe ich mich dazu nicht geäußert. Nachdem aber heute in der Rheinischen Post Leserbriefe zu einem kürzlich erschienenen Bericht veröffentlicht worden sind, halte ich es für angebracht, hier ebenfalls zu der unendlichen Geschichte Stellung zu beziehen. Lesen Sie bitte zunächst selbst:

Richtig an den Vorwürfen der Initiative ist der Umstand, dass das Krankenhaus vom Süden her über den Zehntenweg angefahren wird. Es liegt nun einmal mitten im Wohngebiet. Richtig an der daran von Herrn Portugall geäußerten Kritik ist aber auch, dass man den Gesamtzusammenhang in den Blick nehmen muss. Dazu gehört auch, dass die angesprochene Umgehungsstraße K9n wegen der erforderlichen Eingriffe in Freiflächen und der zu erwartenden Folgebebauung damals aus guten Gründen abgelehnt worden ist.

Richtig ist aber auch, dass der Bau der Bahnunterführung vereitelt worden ist. Deren Planung war nach langen Verhandlungen zur Baureife gediehen. Und alle Richrather werden sich sicher erinnern, wer seinen Einfluss auf die CDU geltend gemacht hat, weil seine Sorge im Raum stand, über die Bauzeit mangels Durchgangsverkehrs mit Geschäftseinbußen durch Verlust der Laufkundschaft rechnen zu müssen.

Wenn gut durchdachte Planungen kurz vor der Umsetzung an (temporären) Einzelinteressen scheitern, wird es eben schwierig, Gesamtkonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Anders verhält es sich in dem von Herrn Friedrich angesprochenen Fall des Iltisweges in Reusrath. Dort ist bei der Planung völlig verkannt worden, welche Wirkung von einer schnurgeraden Straßenführung ausgeht. Nach meiner Erinnerung ist das Thema erst im Bau- und Verkehrsausschuss behandelt worden, als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war. Wenn ich an anderer Stelle darauf verwiesen habe, dass der Bau- und Verkehrsausschuss all zu oft das Gremium war, das sich im nachhinein mit den Folgen unzureichender Diskussionen im Planungsausschuss beschäftigen musste, wird diese Beobachtung mit dem Leserbrief von Herrn Friedrich bestätigt.

10.02.2020


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