Sonderschule auf dem LVR-Klinikgelände

Infolge der Flutschäden vom Sommer hat der Landschaftsverband inzwischen entschieden, die in Leichlingen zum zweiten mal zerstörte "Paul-Klee-Schule" nunmehr auf dem Gelände der LVR-Klinik Langenfeld zu errichten; vergl. dazu den Bericht der Rheinischen Post vom 08.11.21: "LVR votiert für Umzug der Paul-Klee-Schule". Dagegen ist sicher nichts einzuwenden.

Die zur Umsetzung erforderlichen planungsrechtlichen Entscheidungen der Stadt Langenfeld sollen erstmals am 25.11.2021 im Planungsausschuss verhandelt werden. Die Beratungsunterlagen sind inzwischen auf der Internetseite der Stadt Langenfeld einsehbar. Diese habe ich mir angesehen. Eine Vorabinformation der Bürger findet nicht statt. Einwendungen können im Offenlegungsverfahren erhoben werden.

Aus meiner Sicht rückt wieder ein Fehler der Vergangenheit in den Blick, der schon einmal von den Anwohnern in der Nachbarschaft der Klinik heftig diskutiert worden ist. Damals ging es auch um einen Neubau auf dem Gelände der Landesklinik. Die Baustellenzufahrt sollte über die Alte Schulstraße führen. Aufgrund des Protestes ist dann für das nordöstliche Klinikgelände eine zweite Anbindung an die Albert-Einstein-Straße errichtet worden. Über diese Zufahrt soll auch die neue Schule erreicht werden.

Klicken Sie für den Gesamtplan bitte auf das Bild!

Und weil Platzmangel herrscht, muss jetzt ein Einbahnverkehr errichet werden mit der Ausfahrt über die Fußgänger-Allee zwischen den bereits errichteten Betrieben. Als Linksabbieger schaffen die Kleinbusse, mit denen die Schüler in der Regel gebracht und abgeholt werden, dann wohl soeben diesen Weg. Oder muss dann doch Gelände von den Gewerbebetrieben zurückerworben werden, um dann auch noch die Bäume zu fällen? Fotos zu dem Problem finden Sie in einer damals erarbeiteten Alternative für den Baustellenverkehr. Damals wurde dieser Weg nicht vom LVR erwogen.

Ein Auszug aus dem bestehenden B-Plan macht zudem deutlich, dass ein erheblicher Eingriff in die "Ausgleichsflächen" erfolgen soll, der lt. Beschlussvorlage nun an anderer Stelle ausgeglichenn werden muss:

Schon bei den Planungen 2014 hatte ich die Frage gestellt, warum sich die Klinik bei der Veräußerung von Flächen für das Gewerbegebiet nicht die Option einer eigenen Anbindung an die Erschließungsstraße frei gehalten hat. Es zeigt sich nun wieder, dass Weitsicht unter die Räder kommt, wenn große Geschäfte im Spiel sind. Die Sommerflut mit der Zerstörung der Schule in Leichlingen war nicht vorhersehbar, eine verkehrstüchtige Erschließung des eigenen Geländes hätte man aber schon bei der Versilberung eigener Flächen im Auge behalten sollen. Die Schlussbemerkung zu den damaligen Vorgängen steht weiter im Raum!

19.11.2021


26.11.2021 - RP-online: "Politik gibt grünes Licht für neue Schule"

Zitat aus dem Bericht:

"Auf die Frage, ab wann mit den Baumaßnahmen begonnen werden könne – in einem oder zwei Jahren – meinte der Fachbereichsleiter, dass es schneller gehen werde. 'Wir haben einen sehr ambitionierten Zeitplan.' Vermutlich könnte der Bauplan in der Ratssitzung im März kommenden Jahres beschlossen werden."

Die Sitzung habe ich im Live-Stream verfolgt. Es wurde deutlich, dass im Vordergrund stand, dem LVR in seiner misslichen Lage zu helfen.


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