Mütterrente

Wann wird endlich mit ehrlichen Zahlen argumentiert?

Die Diskussion um die Mütterrente wird immer unverständlicher. Da werden die Interessen Alt gegen Jung ausgespielt. Wann begreift die Politik, dass es insgesamt um die gerechte Verteilung des wirtschaftlichen Erfolgs geht? Lesen Sie dazu einfach meine grundsätzlichen Ausführungen zur Finanzierung. Und wenn diese Verteilung ernsthaft reformiert wird, ist auch Geld für die Alterssicherung der Mütter vorhanden.

Um die emotional aufgeladene Diskussion zu versachlichen, habe ich jetzt einmal versucht, in einer Vergleichsberechnung aufzuzeigen, wie unterschiedlich sich die staatliche Förderung darstellt. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass meine Berechnung 100%-ig genau ist. Ich habe da einfach mal die Zahlen genommen, die so in der Presse gehandelt werden. Wer konkretere Zahlen vorweisen kann, darf mir gerne eine korrigierte Berechnung zur Verfügung stellen. Meine Berechnung zeigt aber, wie sehr die Politik einem eindimensionalen Mainstream verhaftet ist.

Grundsätzliches zur Familienpolitik finden Sie hier!

Vielleicht ist der bevorstehende Muttertag einigen Meinungsführern doch einmal Anlass, den Müttern mehr Anerkennung auszusprechen.

09.05.2014


Doch noch ein Lichtblick?

In einem Interview mit der Rheinischen Post hat Frau Merkel auf die Frage "Warum ist der CDU die Mütterrente so wichtig?" geantwortet:

Für jüngere Mütter gibt es pro Kind drei Jahre Anerkennung im Rentensystem. Wir haben das Elterngeld eingeführt, die Kitas ausgebaut und einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz geschaffen. Das sind alles Dinge, von denen Mütter früherer Jahrgänge nur träumen konnten. Und trotzdem wird ihnen bisher nur ein Jahr pro Kind bei der Rente gut geschrieben. Das ist nicht gerecht, deshalb ist die Ausweitung der Mütterrente vertretbar.

Wenn Sie statt mit "... vertretbar" mit "... erforderlich" geantwortet hätte, wäre die Antwort überzeugender gewesen.

10.05.2014


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