Chaos auf der Opladener Straße in Reusrath

Heute gegen 16:00 Uhr habe ich beobachten können, wie der Verkehr auf der Opladener Straße in Reusrath im Stau steckt. Wie nicht anders zu erwarten, benutzen nach Änderung der Richtungssperren auf der A 542 die von Nordwesten (Großraum Düsseldorf) kommenden und den Südosten (Großraum Leichlingen) ansteuernden Autofahrer die Landesstraßen, die dieser Richtung entsprechen. Und wie von mir bereits mehrfach befürchtet, hakt es jetzt gewaltig in Reusrath.

Tatsächlich waren in dem Stau auffallend viele Fahrzeuge mit dem Kennzeichen GL. Soweit sie frühzeitig die A 59 verlassen, fahren sie nun über die (ehem.) B8 aus Richtung Stadtmitte nach Reusrath. Diejenigen, die bis zum AB-Kreuz Monheim-Süd auf der A59 verblieben sind, benutzen die dort vorhandene Ausfahrt auf die Hitdorfer Straße, um den Knotenpunkt in Reusrath über die Rheindorfer und Grünewaldstraße zu erreichen.

Die zuletzt genannten Fahrer haben einen leichten Vorteil, die Linksabbiegespur zur Trompeter Straße in Richtung Leichlingen zu erreichen. Solange diese Spur aber kein Grün erhält, blockieren sie zunächst noch den Geradeausverkehr in Richtung Leverkusen-Opladen.

Zur Vorsorge gegen einen solchen Stau hatte ich aber schon längst einen Lösungsvorschlag unterbreitet.

Die Stadt hat es einfach darauf ankommen lassen. Nicht einmal die Parkplätze vor den Grundstücken Opladener Straße 127 und 129 sind geräumt worden, um so wenigstens dem Geradeausverkehr auf der Opladener Straße eine bessere Chance einzuräumen. Was nutzt es, dass der Bürgermeister eine Keule in Richtung Straßen.NRW schwingt, aber seine eigene Verwaltung nicht in der Lage ist, die einfachsten ordnungsrechtlichen Möglichkeiten in die Wege zu leiten, um so mit eigenen Bordmitteln Abhilfe zu schaffen. Meine Mahnung vom 03.12.2015 ist wohl im Winde verweht!

Vergleiche auch Rheinische Post vom 05.11.2016:
"Einlenken entspannt die verfahrene Situation"
Zitat: "Unser Bürgermeister sollte sich bei der Kritik anderer Behörden nicht so weit aus dem Fenster lehnen", kommentiert ein Anwohner der Talstraße auf unserer Internet-Seite bei RP Online. Seit Beginn dieses Jahres reiße der Baulärm nicht ab. "Erst die Schule, dann die Glasfaserkabel und jetzt die Wasseranschlüsse. Das hätte sicherlich, zum Wohle der Anwohner, auch anders geplant werden können."

11.11.2016

PS: Heute, 12.11.2016 gegen 10:00 Uhr, bestand zwar kein Riesenrückstau mehr; die Fahrzeuge in Richtung Opladen wurden aber weiterhin von den Fahrzeugen in Richtung Leichlingen ausgebremst. Und die jetzt angebrachte gelbe Markierung ist das genaue Gegenteil dessen, was ich vorgeschlagen habe. Sie hätte etwas gebracht, als die A 542 in Richtung Monheim gesperrt war. Die Planer hinken offensichtlich dem Fortschritt der Arbeiten und der dazu erforderlichen Absperrungen hinterher!

Wenn schon gelbe Markierungen angebracht werden, hätte man die Fahrtrichtung Opladen über den jetztigen Parkstreifen führen sollen. Aber zwei Fahrstreifen in Richtung Norden und der Engpass vor den Grundstücken Opladener Straße 127 und 129 bleibt erhalten, ist kontraproduktiv!


Das Versagen der Verkehrsplaner

Um das Versagen der Verkehrsplaner noch einmal deutlich zu machen, habe ich - gestützt auf das Geodaten-Portal TIM-online - die nachstehenden Luftbildaufnahmen vom Kreuzungsbereich im Zentrum von Reusrath generiert.

Anmerkung: Anders als bei den Luftbildern von Google Earth (am 01.04.2005 aufgenommen) sind hier kaum Fahrzeuge zu sehen. Die Luftbildaufnahmen sind offensichtlich an einem Sonn- oder Feiertag erstellt worden, denn der große REWE-Parkplatz ist leer und abgesperrt.

Zunächst eine große Übersicht mit den Einmündungen der Grünewaldstraße und der Trompeterstraße auf die Opladener Straße:

Der vergrößerte Ausschnitt zeigt die seit Jahren vorhandene Spurführung im Abschnitt zwischen den beiden Einmündungen sowie den vor dem Hause Opladener Straße 127 beginnenden Parkstreifen.

Der nächste Ausschnitt macht deutlich, welche Spuränderung schon längst hätte durchgeführt werden müssen, um eine Behinderung der Fahrtrichtung Opladen durch die Linksabbieger in Richtung Leichlingen zu vermeiden:

Im roten Kreis gut zu erkennen ist der kleine Grünstreifen vor dem Beginn der Parkzone. Es wäre doch nun wirklich kein Verlust, wenn dieser Grünstreifen und die sich anschließende Parkzone dem fließenden Verkehr geopfert werden. Hinsichtlich des Parkstreifens könnte man sich als Sofortmaßnahme zunächst einmal auf eine Markierung beschränken. Besser wäre es aber gewesen, man hätte meine Empfehlung vom 10.11.2013 (!) unverzüglich aufgegriffen. Dann wäre ausreichend Zeit gewesen, die erforderlichen Umbaubaumaßnahmen, rechtzeitig abzuschließen.

14.11.2016


Vorschlag für eine neue Ampelschaltung

Inzwischen habe ich meinen Vorschlag noch weiterentwickelt und dazu eine Abfolge verschiedener Ampelphasen entworfen. Den nachstehenden Einzelvorschlägen liegt die Überlegung zugrunde, die aus der jeweiligen Richtung kommenden Fahrzeuge möglichst vollständig in alle gewünschten Richtungen abfließen zu lassen. Dazu müssen alle Verkehrsbeziehungen, die diese Richtungen kreuzen, gesperrt werden. Dabei sollte die Zeitschaltung durch einen Sensor unterstützt werden, der prüft, ob möglichst viele Fahrzeuge aus der jeweiligen Richtung vollständig abgeflossen sind (vergleiche Prinzip der All-Rot-Ampel!)

Diese Vorschläge sind zunächst einmal für eine dauerhafte Lösung gedacht, da das Problem auch schon ohne die Teil-Sperrung der A 542 besteht. Was davon kurzfristig geändert werden kann, sollten die Verantwortlichen zügig angehen. Die Maßnahmen auf der A 542 dauern noch rund ein Jahr. Die Störungen in Reusrath werden also noch lange hoch sein; in dieser Phase ist ein komplizierter Umbau nicht möglich.

Vorschlag für die Fahrten aus Richtung Stadtzentrum Langenfeld:

Gleichzeitig können auch schon Fahrzeuge aus Richtung Leichlingen in Richtung Stadtmitte Langenfeld nach rechts abbiegen; es ist aber keine Weiterfahrt in die Grünewaldstraße möglich!

Vorschlag für die Fahrten aus Richtung Opladen:

Hierbei funktioniert das Abflussprinzip uneingeschränkt.

Vorschlag für die Fahrten aus Richtung Grünewaldstraße:

Ob hierbei gleichzeitig wieder Fahrzeuge aus Richtung Leichlingen nach rechts in Richtung Stadtmitte abbiegen und bis zur Grünewaldstraße vorfahren dürfen, kann m.E. durchaus einer genaueren Prüfung unterzogen werden.

Vorschlag für die Fahrten aus Richtung Leichlingen:

Betrachtet man diesen Vorschlag näher, so erkennt man sehr schnell, dass das eigentliche Problem die Begegnung zweier Linksabbiege-Verkehre ist, die - anders als bei normalen Kreuzungen - nicht einfach aneinander vorbei fahren können (amerikanisches Abbiegen), sondern um einander herumfahren müssen. Man wird den Stauraum zwischen den beiden T-Einmündungen wohl nie ausreichend dimensionieren können, um allen Belastungen zu allen Tageszeiten gerecht zu werden.

Schon deshalb muss sich jeder Versuch einer Lösung auf eine Ampelschaltung richten, die sich an dem eingangs genannten Prinzip orientiert, dass die Einfahrt in diesen Abschnitt der Opladener Straße immer nur aus einer Richtung freigegeben werden kann, damit er zügig in alle gewünschten Richtungen abfließen kann. Erst wenn der Abschnitt zwischen den Einmündungen der Grünewaldstraße und der Trompeterstraße vollständig geräumt ist, kann der Verkehr aus einer weiteren Fahrtrichtung für die Einfahrt in diesen Abschnitt freigegeben werden.

In verkehrsschwachen Zeiten, wenn fast ausschließlich Geradeausverkehr von Langenfeld nach Opladen und umgekehrt unterwegs ist, wird das für die Fahrer nur schwer einsichtig sein. Darum muss man die Ampelschaltung verkehrsabhängig optimieren.

Da meine Anregung, an dieser Stelle rechtzeitig etwas zu unternehmen, was den Verkehrsfluss beflügelt, ziemlich genau drei Jahre alt ist, ist der aktuelle Stau doppelt ärgerlich und für die Verantwortlichen blamabel.

15.11.2016


Grundursachen für das Chaos

Meine vorstehenden Artikel finden großen Anklang. In einer Mail, die mich erreicht hat, wird auch ein Zusammenhang mit der dichten Bebauung in Langenfeld gesehen. Das veranlasst mich, auch an dieser Stelle auf meine diversen Stellungnahmen zur Landes- und Regionalplanung hinzuweisen. Dort habe ich bereits am 13.02.2014 meine Bedenken gegen die ständige Forderung nach Wachstum eben auch mit den Auswirkungen auf den Verkehr begründet.

Und als ich noch selbst als Sachkundiger Bürger die FDP im Bau- und Verkehrsausschuss vertreten habe, musste ich mehrfach erleben, wie sich dieser Ausschuss im Nachhinein als Reparaturbetrieb mit den Folgen einer nicht durchdachten Bauplanung beschäftigen musste.

Es wird Zeit, dass in den Städten der Rheinschiene endlich erkannt wird, dass ständiges Wachstum nicht das "Gelbe vom Ei" ist.

16.11.2016


Neue Luftbilder ausgewertet

Nach einer Aktualisierung von Google Earth habe ich dort jetzt neue Luftbildaufnahmen gefunden, die den Stau in Reusrath eindrucksvoll belegen. Laut Datumsanzeige (02.10.2015) ist die Aufnahme an einem Freitag entstanden und stammt aus einer Zeit ohne Bauarbeiten auf der A 542. Ein Blick auf den Schattenwurf verrät auch die Uhrzeit; es muss ein später Vormittag gewesen sein. Damit spiegeln die Aufnahmen die Normalbelastung im Tagesbetrieb!

Zunächst eine Übersicht:

Dann das "Geknubbel" auf den Begegnungsspuren der Linksabbieger:

Weiter die Situation vor dem REWE-Markt:

Diese Aufnahme macht noch einmal das Chaos deutlich, das Anfang 2015 zu dem tragischen Unfall geführt hat, bei der eine blinde Bürgerin angefahren worden ist. Auch bei der Gelegenheit habe ich an meine Empfehlung vom 10.11.2013 erinnert, endlich nach einer Lösung für diesen unglücklichen Verkehrsknoten zu suchen.

Und dann noch der Stau auf der Trompeter Straße:

Inzwischen ist das von mir geforderte Halteverbot eingerichtet. Es erschließt sich den Verkehrsteilnehmern aber wohl nicht. Ich bin dort heute innerhalb einer Stunde zweimal vorbeigekommen; beim zweitenmal wurde dort geparkt. Eine Kontrolle mit Abschleppfolgen ist dringend erforderlich.

Fazit:

Alles was aktuell unternommen wird, um der durch die Bauarbeiten auf der A 542 entstandenen Verkehrssituation einigermaßen gerecht zu werden, muss stümperhaft bleiben. Hier hilft nur eine Radikalkur, die alle drei Einmündungs-bereiche vom REWE-Markt bis zur Trompeter Straße in den Blick nimmt. Selbst die Veränderung der Fahrspuren hilft nur geringfügig weiter.

Flüssig wird der Verkehr erst wieder, wenn die von mir vorgeschlagene optimierte Ampelschaltung eingerichtet wird, die den Verkehr aus jeweils einer Richtung vollständig in alle anderen Richtungen abfließen lässt, ehe der Verkehr aus einer der anderen Richtungen in diesen Bereich einfahren kann.

17.11.2016

Nachtrag

Bei unserem Wochenendeinkauf konnte ich die Situation wieder gut beobachten. Das neu errichtete Halteverbot wird nicht beachtet! Das ist mir auch schon von anderen Bürgern berichtet worden.

Ich habe mir auch noch einmal Gedanken über die Auswirkungen des REWE-Marktes auf das Verkehrsgeschehen auf der Opladener Straße gemacht.

Wie aus Anlass des tragischen Unfalls beschrieben, war der REWE-Markt nicht nur als Ersatz für den aus Altersgründen aufgegebenen Lebensmittelladen an der Trompeter Straße konzipiert worden; er war auch darauf ausgerichtet, Laufkundschaft zu bedienen. Die heutigen Probleme waren von Anfang an absehbar!

Und wer beobachtet, welche Kennzeichen die PKW auf dem Parkplatz haben, dem fällt auch sehr schnell eine Beziehung zu dem auf den neuen Luftbildaufnahmen ersichtlichen Stau auf der Trompeter Straße auf. Sie steht in Relation zu dem nach links von dem Parkplatz abbiegenden Verkehr. Schon daraus ist zu erklären, warum es immer wieder zu der Situation kommt, dass viel Abbiegeverkehr nach Leichlingen den Verkehrsfluss auf der Opladener Straße behindert.

Als in Leichlingen der EDEKA-Markt an der Trompete errichtet worden ist, musste dort auf Veranlassung der Landesstraßenbauverwaltung eine zusätzliche Ampel errichtet werden und es hat einige Zeit gedauert, bis für die Schaltung ein Rhythmus gefunden war, der das Verkehrsgeschehen an dem Knoten einigermaßen optimal steuert. Und die Leichlinger wundern sich, dass in Langenfeld die Errichtung des REWE-Markt ohne vergleichbare Auflagen genehmigt werden konnte, obwohl die Opladener Straße damals sogar noch als Bundesstraße klassifiziert war!

Alles das ist Anlass genug, zügig über meinen Vorschlag nachzudenken. Ohne optimierte Ampelschaltung, die über meine oben skizzierte Idee hinaus auch den REWE-Markt mit einbezieht, wird es keine vernünftige Lösung der Verkehrsprobleme an dieser Stelle geben.

Und noch eine Sache ist mir in den Sinn gekommen. Die Stadt plant, den Verkehrsknoten Berliner Platz umzugestalten. Alles was dazu bisher diskutiert worden ist, läuft auf die Umwandlung der Kreuzung in zwei dicht aufeinander folgende T-Einmündungen hinaus. Dort ist sicherlich mehr Platz für eine sachgerechte Spurführung, aber die Ampelschaltung wird auch dort zur Herausforderung. Denn nach meiner Zählung befinden sich dann auf einer Strecke von rund 750 Metern nicht nur die zwei verkehrsreichen Kreuzungen nördlich und südlich dieses Abschnitts, sondern auch noch insgesamt sechs unterschiedlich stark frequentierte Straßeneinmündungen! In Reusrath sind es drei Einmündungen auf 200 Meter!

20.11.2016


Gelbmarkierung

Ich hatte mich auch an Straßen.NRW gewandt und habe heute eine Antwort erhalten, wie das mit der Gelbmarkierung gedacht war und dass das Wetter bedingt nicht sofort komplett umgesetzt worden sei:

Hinweis: Wenn Sie auf die Karte klicken, öffnet sich die Original-PDF-Datei in einem neuen Fenster! Sie können dann hineinzoomen, um die Maßangaben besser zu lesen.

Weiter wird in der Mail ausgeführt:

Durch die neue Fahrspurenaufteilung ist die Aufstellung im gesamten Bereich für 2 PKW gegeben. Hierdurch wird erreicht, dass der Geradeausstrom abfließen kann, auch wenn sich die Linksabbieger aufstellen. Die Länge der jeweiligen Abbiegespuren sind gleich geblieben (siehe Lageplan).
Weiterhin müssen sich die Verkehrsteilnehmer an die neue Verkehrssituation erstmal gewöhnen.
Problematisch wird es vor allem immer dann, wenn Fahrzeuge (Richtung Opladen fahrend) den Kreuzungsbereich zu stellen und somit auch den Abbieger aus der Grünewaldstraße behindern.

Diese Erläuterung mag jeder Leser aus eigener Anschauung selbst bewerten.

21.11.2016

Nachtrag vom 01.12.2016:

Seit der Fertigstellung der Gelbmarkierung habe ich inzwischen zu unterschiedlichen Tageszeiten beobachten können, ob diese Maßnahme geholfen hat, das Chaos zu bewältigen. Es hat nichts gebracht. Sobald die Zahl der Fahrzeuge steigt, die in Richtung Leichlingen abbiegen wollen, blockieren diese die Geradeausfahrer nach Opladen, weil die Linksabbieger viel zu früh wieder von der Ampel angehalten werden. Selbst an einem Sonntag Nachmittag war es nicht möglich, dass alle in der Abbiegespur aufgestellten Fahrzeuge innerhalb einer Grünphase nach Leichlingen abbiegen konnten! Damit ist bewiesen, dass ein Systemfehler vorliegt, der nur mit einer neuen - wie von mir vorgeschlagenen - Ampelschaltung behoben werden kann.


Ein Rückblick auf die Entwicklung des REWE-Marktes

Die Aktualsisierung von Google Earth ermöglicht es, für den jeweils betrachteten Kartenausschnitt auch eine Historie aufzurufen. Das hat mich veranlasst, diese Funktion zu nutzen, um die Entwicklung nachzuvollziehen, die der REWE-Markt auf das Verkehrsgeschen am Knoten in Reusrath hat.

Zunächst die realtiv zeitnahe Aufnahme vom 02.10.2015:

Sodann eine Rückschau auf den 01.04.2005:

Bei beiden, 10 Jahre auseinanderliegenden Terminen handelte es sich jeweils um einen Freitag. Der Schattenwurf verrät auch in etwa die Uhrzeit; einmal später Vormittag, einmal nachmittags.

Was sich für den Marktbetreiber zum erfolgreichen Geschäft entwickelt hat, ist für den Verkehrsknoten in Reusrath ein Desaster. Spätestens aus Anlass des tragischen Unfalls hätten endlich Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das bereits von mir vor drei Jahren vorausgesehene Chaos abzuwenden.

Die Stadt kann sich auch nicht hinter dem Landesbetrieb Straßen.NRW verstecken. Aus der gestern von dort erhaltenen Mail geht auch hervor, dass die Stadt Langenfeld die anordnende Behörde ist und der Landesbetrieb nur die ausführende Stelle.

22.11.2016


Lösung in Sicht?

Unter der Überschrift "Verkehrsprobleme in Langenfeld verschwinden" berichtet der Langenfelder Wochenanzeiger über eine Äußerung des Bürgermeisters, wonach Besserung auf Langenfelds Straßen in Sicht sei und es nur noch auf der Solinger und der Opladener Straße "kneife". Was den Bereich des Abzweigs von Reusrath nach Leichlingen angehe, so "soll nach seinen Informationen eine andere Ampelschaltung für die Abbiegespur kurzfristig eine Lösung bringen."

Wenn der Bürgermeister allerdings zufrieden feststellt, "die Interventionen haben zum Erfolg geführt. Im Februar werden unsere Straßen wieder top in Ordnung sein“, so kann ich seine Erfolgsmeldung nicht ohne eine Anmerkung im Raum stehen lassen.

Wie vorstehend dargelegt, habe ich bereits seit drei Jahren (!) angemahnt, den Reusrather Verkehrsknoten endlich einmal näher zu untersuchen und eine Lösung zu erarbeiten, die dem gewachsenen Verkehrsaufkommen gerecht wird. Es war doch die Langenfelder Verwaltung, die sich in der Person des Verkehrsplaners Frank geweigert hatte, meine Vorschläge aufzugreifen.

Sollte die Ampelschaltung tatsächlich in dem Sinne verändert werden, wie ich es vorgeschlagen habe, wäre das ein Erfolg, dem alledings der Makel des langen Zauderns anlastet. Aber Politik ist eben das beständige Bohren dicker Bretter. Jeder Leser kann sich mit meinen Erläuterungen ein Bild davon machen, wer die dicken Bretter in den Weg gelegt und wer sie wirklich durchbohrt hat.

11.12.2016


Aktuelle Information von Straßen.NRW

Ich hatte mich auch noch einmal an Straßen.NRW gewandt und um eine eindeutige Stellungnahme gebeten. Die habe ich heute erhalten:

"(...) im Vorlauf zur Baumaßnahme A 542 gab es diverse Verkehrsbesprechungen mit den betroffenen Bezirksregierungen, Polizei und Städten.
Hier wurde unter anderem auch abgestimmt, bei Verkehrs-verlagerungen im untergeordneten Netz, je nach Bauphase und Bedarf, kurzfristig Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen und umzusetzen. Nach Umlegung der Verkehrsführung in die Bauphase II wurde seitens der Stadt Langenfeld u.a. Optimierungsbedarf im Bereich der Opladener Str. gemeldet und von unserer zuständigen Nachbarniederlassung Niederrhein kurzfristig geprüft und umgesetzt bzw. bei einer Ampelschaltung ist ein größerer Programmieraufwand erforderlich und wird in Kürze umgesetzt.
Die Impulse zum Handlungsbedarf kommen aufgrund der Ortskenntnisse und Beobachtungen des Netzes immer von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder der zuständigen Polizei und Regionalniederlassung."

Anmerkung: Fettschrift von mir gesetzt, weil Kernaussage, die den Bürgermeister in die Pflicht nimmt!

Schön, dass sich nun tatsächlich wohl etwas tun wird. Dass das aber so lange gedauert hat, liegt einfach daran, dass sich die Stadtverwaltung Langenfeld geweigert hat, meine bereits drei Jahre alten Vorschläge rechtzeitig aufzugreifen und vorausschauend zu planen. Der Bürgermeister sollte nicht über andere Behörden schimpfen, sondern dafür sorgen, dass gute Ideen von seinen Verkehrsfachleuten ensthaft angenommen, zügig geplant und zur Umsetzung weitergeleitet werden.

Weil die Stadt alles hat schleifen lassen, haben wir jetzt auch die Klagen über den Schleichverkehr über die Reusrather Straße / Alte Schulstraße:

Vergl. hierzu meine Anmerkungen vom 26.09.2014 Weg ducken oder quer denken? und den Bericht der Rheinischen Post vom 27.09.2014 "Ärger über Autos auf Fahrradstraße".

Die Folgen des Schleichverkehrs sind auch gut an dem platt gefahrenen Randstreifen der Alten Schulstraße abzulesen, der zum Überholen der Fußgänger und Radfahrer und bei Gegenverkehr ständig überfahren wird.

16.12.2016 - zuletzt überarbeitet am 18.12.2016

Jetzt auch das noch!

Rheinische Post vom 29.12.2016:


04.01.2017 - Rheinische Post:
"A 59: Auffahrt Monheim-Süd ist gesperrt"
Ein Bericht auch über die Auswirkungen auf den Verkehr in Reusrath

Zitat aus dem Bericht:
"Vor allem an der Opladener Straße stauten sich zu den Stoßzeiten die Autos, weil der nach links abbiegende Verkehr über die Trompeter Straße nach Leichlingen vor der Ampel an der Opladener Straße kaum abfließen konnte. Frank: 'Deshalb wurde kurz vor Weihnachten für die Linksabbieger zur Trompeter Straße die Grünphase an der Ampel verlängert.' Inwieweit sich dadurch die Situation dort verbessert hat, werde sich erst in der kommenden Woche zeigen."

Schön, dass da endlich etwas an der Ampelschaltung gemacht worden ist. Nach einer grundlegenden Arbeit für ein neues Konzept hört sich die Äußerung des städtischen Planers allerdings nicht an. Da ist aus meiner Sicht noch viel zu tun. Erst wenn die Ferienzeit vorbei und der Rohrbruch auf der Grünewald-straße repariert sind, werden die Normalbelastungen dieses Kreuzungspunktes wieder sichtbar. Dann könnte man ja auch mal eine Verkehrszählung durchführen, um gesicherte Zahlen über die sich über den Tag ändernden Verkehrsströme zu gewinnen.

Auffallend ist jetzt die Belastung folgender Straßen: Brunnenstraße, Am Colmar und Gieslenberger Straße. Klar, dass sich die an der Grünewaldstraße und der Luveciennestraße ansässigen Bürger neue Wege suchen und auf Nebenstraßen ausweichen, die über den Ausbaustand von besseren Feldwegen nicht hinauskommen. Es zeigt sich die Schwäche der Langenfelder Siedlungsstruktur, nach der viele Wohngebiete wie Geschwüre in die Landschaft hineingebaut worden sind. Erst bei neueren Siedlungen wird auf eine gleichzeitig verbesserte Verkehrsinfrastruktur geachtet; siehe Berghausen. In Reusrath ist Vergleichbares aber nicht mehr möglich; um so dringender ist die Realisierung einer grundlegend überarbeiteten Signalsteuerung, die dem über den Tag wechselnden Verkehrsfluss gerecht wird.

Übrigens: Die aktuellen Erfahrungen sollten auch Anlass sein, noch einmal über die Anbindung des in den "Locher Wiesen" geplanten Neubaugebietes nachzudenken.


05.01.2017 - Rheinische Post:
"Anwohner beklagt Sperrung der Grünewaldstraße"

Zitat aus dem Bericht:
"Frank hofft, dass sich nach der Sperrung und mit der veränderten Ampelschaltung an der Opladener-/Trompeter Straße das Reusrather Stauproblem entspannt."

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

10.01.2017: Heute ist sie gestorben; im abendlichen Berufsverkehr stauten sich die Fahrzeuge auf der Opladener Straße wieder bis zur Kreuzung mit der Neustraße/Alte Schulstraße zurück! Und weiter aus Richtung Stadt sah es auch nicht besser aus.

Chaos noch nicht grundlegend behoben

10.02.2017: Auch nach einem weiteren Monat sieht es abends im Berufsverkehr immer noch nicht besser aus, obwohl die Sperrung der Grünewaldstraße Geschichte ist.


11.03.2017 - Schwerer Unfall auf der Opladener Straße

In der Haupteinkaufszeit für die Wochenendeinkäufe hat sich auf Höhe des Einmündungsbereichs der Grünewaldstraße ein schwerer Unfall erreignet. Genauere Umstände sind mir nicht bekannt. Es war kein einfacher Zusammenstoß; ein Fahrzeug hatte sich überschlagen und lag auf dem Dach.

13.03.2017 - Rheinische Post:
"Auto landet nach Kollision auf Dach"

Zitat aus dem Bericht:
"Nach Auskunft der Unfallermittler waren zum Zeitpunkt der Kollision an der Einmündung Opladener/Grünewaldstraße die Ampeln ausgefallen. Deshalb hätte der Fiesta-Fahrer, der von der Grünewaldstraße nach links in Richtung Langenfeld-Mitte abbiegen wollte, nach der Beschilderung Vorfahrt gewähren müssen. Laut Polizei übersah er jedoch den auf der Opladener Straße fahrenden Citroen."

Zum Glück nur ein leicht Verletzter!

Auch eine von mir geforderte Änderung der Ampelschaltung hätte den Unfall nicht verhindern können. Ob allerdings ein Rückstau der nach Leichlingen abbiegenden Fahrzeuge zur Unübersichtlichkeit der Verkehrslage beigetragen hat, ist aus dem Bericht nicht ersichtlich.


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