Ausbau der Autobahn A 3 auf acht Spuren

Langzeitplanung - schon jetzt Protest

Unter der Überschrift "Naturschützer sind gegen Ausbau der Autobahn A 3 auf acht Spuren" berichtet die Rheinische Post über den Protest der Langenfelder Ortsgruppe des BUND.

Obwohl es sich um ein Projekt des Bundesverkehrswegeplans 2030 handelt, dem Gesetzeskraft zukommt, liegt noch gar keine erörterungsreife Ausführungs-Planung vor (vgl. in dem Bericht die dort genannten drei Alternativen!). Gleichwohl ist es richtig, dass schon jetzt die Bürger, insbesondere diejenigen, die dicht an der Autobahn wohnen, durch die Aktivität des BUND sensibilisiert werden. Den Ausbau wird man rechtlich kaum noch anfechten können; bei der Ausführungsplanung kann sich aber jeder, der sich betroffen fühlt, einbringen.

In der Tat weist der BUND zu recht darauf hin, dass die Ideen zum Ausbau der A3 auf acht Spuren einen großen Eingriff in die wenigen uns in Langenfeld verbliebenen Erholungsgebiete darstellen wird. Egal, welche der Varianten letztlich umgesetzt wird. Deshalb sind auch alle anderen Bürger aufgerufen, die Berichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Wie ich im Rahmen meiner Anmerkungen zur Regional- und Landesplanung deutlich gemacht habe, sehe ich sowieso das Problem des Verlustes an Freiraum im hiesigen Ballungszentrum. Die Karte mit den Festsetzungen zeigt, wie eingeschnürt die Autobahntrasse ist zwischen Bebauung und geschützter Grünzone. Da eine angemessene Lösung zu finden, wird schwierig werden. Wenn die RP auf eine Stellungnahme der Stadtverwaltung verweist, nach der jedenfalls die Stadt Langenfeld auf ausreichenden Lärmschutz drängen wird, ist das nur ein Aspekt. Gut, dass sich der BUND schon früh mit seinen Hiweisen zum Naturschutz zu Wort gemeldet hat.

11.07.2018


Nach oben