Bebauung des Stadtwerkegeländes

Verspätete Diskussion mit dem Bürger

Bereits im Rahmen meiner Gedanken zur Kommunalwahl habe ich die Frage gestellt, warum über ein so wichtiges Projekt noch vor der Kommunalwahl entschieden werden musste. Inzwischen hat die erste Anhörung zu dem Entwurf des noch zu beschließenden B-Plans stattgefunden und schon lösen die bereits damals erkennbaren Probleme heftige Diskussionen aus. Die Rheinische Post berichtet darüber unter der Überschrift: "Stadtwerkegelände: Bürger wollen mehr Parkplätze".

Das Ergebnis der Kommunalwahl hat gezeigt, wie empfindlich Bürger auf Bebauungspläne reagieren, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Hatte die Mehrheitsfraktion es ganz bewusst vermieden, in der Innenstadt eine vergleichbare Diskussion auszulösen, wie sie sich in Reusrath um den Bebauungsplan "Locher Wiesen" entwickelt hatte?

Es stellt sich mal wieder die Frage, wer denn in dieser Stadt die Bebauungsplanung in der Hand hält - Stadtpolitiker oder die dominierenden Bauunternehmen? Gerade deshalb wäre eine Diskussion mit dem Bürger bereits vor der Wahl dringend geboten gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese weitere Auswirkungen auf das Kommunalwahlergebnis gehabt hätte.

26.06.2014


Neue Bedenken der Anlieger

Unter der Überschrift "Anwohner fürchten fünftes Stockwerk" berichtet die Rheinische Post über neue Bedenken der Büger gegen die geplante Bebauung des alten Stadtwerke- und Feuerwehrgeländes.

Natürlich handelt es sich um ein berechtigtes Anliegen, die Innenstadtlage kompakt zu bebauen. Das hätte bereits bei der Planung für die gesamte Umgebung bedacht werden müssen. Solche Weitsicht fehlte aber in der Vergangenheit. Langenfeld ist deshalb geprägt von dem Flächen verzehrenden Einfamilienhausbau. Da muss es beim Schwenk an den Nahtstellen von Einfamilienhäusern und neuer kompakten Innenstadtbebauung zu Widerständen kommen. Deshalb wäre es so wichtig gewesen, dies vor der Kommunalwahl offen zu legen und ehrlich mit den Bürgern zu diskutieren.

Die Regionalplanung wird die Stadt zwingen, künftig sorgfältiger zu planen.

17.07.2014


Eine Übersicht über alle aktuellen Baumaßnahmen in Langenfeld mit Angabe der dabei geplanten Wohnungseinheiten hat jetzt die Rheinische Post erstellt:
"Wohnungsbau in der City-Nähe boomt"


Neues über das ehemalige Stadtwerkegelände

Schon kürzlich hatten sich Gerüchte um die Bebauung des Geländes der ehemaligen Stadtwerke in der Stadt verbreitet. Unter der Überschrift "Bau des City-Wohnviertels verzögert sich" berichtet jetzt die Rheinische Post über die Gründe und wie auf die Bürgerproteste reagiert wird.

In dem Bericht wird noch einmal das Verfahren zur Vergabe des Grundstücks beschrieben. Im Anschluss an die geschilderten Vergabebedingungen heißt es dann:

"Dies war in einem europaweit ausgeschriebenen Investorenwettbewerb ein Hauptkriterium, damit die Langenfelder Paeschke GmbH beim Verkauf des zuvor städtischen Grundstücks den Zuschlag bekam."

Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Vielleicht ist er dem Redakteur nur verunglückt; in dieser Form ("... damit ...") sagt er viel über die wirklichen Macher in Langenfeld.

20.10.2015


15.07.2016 - Rheinische Post: "Im City-Wohnviertel wird jetzt gebaggert"

Zitat aus dem Bericht: "'Wir sind froh, dass es endlich losgeht', sagt der städtische Planungsamtsleiter Stephan Anhalt. 'Das hat doch länger gedauert als gedacht.'"

Da erinnere ich doch gern an meine Gedanken zur Kommunalwahl! Warum die damalige Eile?


02.09.2016 - Rheinische Post: "Baustelle ärgert Anwohner"

Zitat aus dem Bericht: "Rudolf Gärtner, Geschäftsbereichsleiter Anlagen- und Netzmanagement, entschuldigt sich im Namen der Bauleitung bei den Anwohnern. Bei der Benachrichtigung sei etwas schief gelaufen. 'Das ist daneben gegangen. Das tut uns leid.' "

Man kann so das glauben, muss man aber nicht. Wenn Paeschke baut, ist Narrenfreiheit wohl System.


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