Fehlende Sozialwohnungen

Grundsätzlicher Wandel der Politik erforderlich

Mit Fragen der Wohnungsbaupolitik habe ich mich bisher fast ausschließlich aus lokaler Sicht befasst. So habe ich insbesondere den Wohnungsmarkt in Langenfeld beleuchtet. Bei meinen Anmerkungen zur Regional- und Landesplanung bin ich auf den ruinösen Wettbewerb um Gewerbebetriebe und Einwohner eingegangen, den sich die Kommunen leisten und dabei die Wohnbedürfnisse der vorhandenen Bevölkerung völlig vernachlässigen.

Wenn jetzt die große Politik für das Thema Wohnen einen Gipfel auf Bundesebene einberuft und Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus beschließt, zeigt sich die Dramatik der Lage. Vergleiche hierzu den Bericht der Rheinische Post vom 21.09.2018: "Regierung steckt Milliarden in sozialen Wohnungsbau"

Solche Entscheidungen sind sicher Balsam auf die Wunden der Wohnungssuchenden. Sie helfen aber weder kurzfristig noch langfristig weiter, denn sie gehen aus meiner Sicht am Kern des Problems völlig vorbei.

Bereits vor vier Jahren habe ich zu den Wohnungsleerständen Stellung bezogen und dazu aufgerufen, nicht mehr den Wanderungsbewegungen hinterher zu laufen, sondern eine Reform der wirtschaftlichen Anreize anzustoßen, um Arbeitsplätze dort zu schaffen, wo die Menschen bereits wohnen.

Ein solcher Wandel der Politik würde verhindern, dass einerseits immer mehr Regionen im Land ausbluten, während andererseits in den Ballungsräumen auch die letzten Freiräume einer fragwürdigen Baupolitik geopfert werden! Vergleiche hierzu auch den Abschnitt Den ländlichen Regionen droht die Verödung meiner Anmerkungen zur Regional- und Landesplanung.

22.09.2018


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