Umweltverschmutzung

Wie wir aus Spaß unsere Lebensgrundlagen zerstören

In der Süddeutschen Zeitung sind in diesem Jahr bereits zwei Artikel erschienen, die deutlich machen, wie wir unsere Umwelt und damit eben auch unsere Lebensgrundlagen mutwillig zerstören:

Bereits nachdem am 2. Januar der Bericht über die Auswirkungen der Silvesterfeuerwerke erschienen war, habe ich überlegt, wie ich da noch einige Gedanken anschließen könnte. Nachdem seit dem 28. Januar der Bericht über die Feinstaubbelastung in den Ballungszentren vorliegt, reizt es mich heftig, diese Dinge zusammen zu bringen.

Natürlich hat jeder einen Grund, mit seinem Auto von A nach B fahren zu müssen. Da verhallen einfach alle Appelle, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um die Umweltbelastung durch Abgase zu minimieren. Aber wollen wir wirklich Verhältnisse wie in China? Selbst dort kehrt inzwischen die Einsicht ein, dass es mit dem ungezügelten Individualverkehr nicht so weiter gehen kann.

Wenn schon Individualverkehr erforderlich ist, weil der ÖPNV nicht jeden Weg optimal bedienen kann, so stellt sich aber doch die Frage, ob es nicht auch eine Nummer kleiner geht. Brauchen wir wirklich zur Unterstützung unserer Mobilität die vielen PS-starken SUV's? Bereits vor sechs Jahren habe ich unter der Überschrift Energiewende - einmal anders gedacht gefragt, ob der Spaßfaktor "vergnügungssteuerpflichtig" gemacht werden sollte. Jetzt einfach nur zu hoffen, dass irgendwann einmal soviel Regen fällt, dass der Feinstaub aus der Luft ausgewaschen wird, erscheint angesichts der Gier nach Sonnenschein auch irgendwie paradox.

Und da sehe ich auch die Gemeinsamkeit beider Artikel. Noch immer vernichtet die Gier nach Spaß jedwede Rücksichtnahme auf die Umwelt.

Es ist ja nicht nur die in dem Silvesterrückblick angeprangerte Feinstaub-beslastung, die uns große Sorgen machen sollte. Es sind auch die Reste der Silvesterböller, die jetzt die Straßen, die Plätze und die an die Wohngebiete angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen verunstalten. Seien es die abgestürzten Raketenreste, die Abschussbatterien oder die Plastiktüten, in denen die Raketen verkauft worden sind, alles liegt verstreut herum und keiner der Böllerfreunde sammelt den Dreck wieder zusammen.

Mich erinnert das an ein Hinweisplakat, das ich einmal in den Bergen gefunden habe. Auch dort ist ja immer wieder zu beobachten, dass die schönsten Rastplätze besonders verdreckt sind. Und mit dem Plakat hat man auf heitere Art versucht, dem Übel beizukommen:

Die Freunde der Silvesterknaller verhalten sich offensichtlich nicht anders, als das Alpenschwein.

Wenn ich dem Zeitungsartikel noch entnehme, dass es in den meisten Ländern überhaupt nicht üblich ist, private Feuerwerke zu veranstalten, frage ich mal ganz keck: Warum werden die in Deutschland nicht auch einfach verboten?

Übrigens; das Problem ist ja nicht neu. Unter der Überschrift Straßenreinigung habe ich mich bereits vor Jahren aus lokaler Sicht damit beschäftigt und das Problem mit dem Räumen von Schnee und Laub verglichen!

29.01.2017


31.01.2017 - Umweltbundesamt:
"Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer 1"

Siehe hierzu: Auto und Umwelt


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