Klimawandel

Wann begreifen die Menschen endlich ihre Verantwortung?

Die Wochenend-Kolumne der Rheinischen Post "Wir leben alle wieder auf Pump" von Lothar Schröder, in der er sich mit der Verschwendung der Ressourcen beschäftigt und zum Schluss bemerkt

"Es ist auch unser Umgang mit der Schöpfung, der die Glaubensschwäche unserer Zeit dokumentiert."

gibt mir Veranlassung, wesentliche Einstiegsseiten meiner diversen Anmerkungen zu diesem Themenkreis gedanklich zu verbinden und hier zu bündeln.

Bereits 2008 habe ich mich mit dem Thema Energiekosten und Konsum auseinandergesetzt, nachdem ich schon zuvor die viel zu niedrigen Benzinpreise kritisiert hatte.

Im Jahre 2010 meldeten sich auch die Altbundespräsidenten mit ihren Mahnungen zu Wort.

Als der Streit anhob, ob der Klimawandel sich im Rahmen eines normalen Erdzeitzyklus bewegt oder doch von Menschen gemacht ist, habe ich dazu mein persönliches Verständnis der Zusammenhänge entwickelt.

Besonders gefreut hat mich dann die Umweltenzyklika von Papst Franziskus, der darin mit seinem gesamten moralischen Gewicht die Ausbeutung der Schöpfung anprangert.

So schließt sich der Kreis zu dem Zitat am Anfang dieser Zeilen.

Die neue Religion ist die der Gier nach Vergnügen! Aber "Gier frisst Hirn" haben schon vor langer Zeit kluge Leute formuliert. Und so beuten Billig-Airlines ihre Piloten aus und produzieren Fluglärm zum Schaden der daheim gebliebenen Bürger, nur damit Schönheiten der Natur durch den Masssentourismus zerstört werden und die "Ur"-Einwohner in den Tourismushochburgen keine bezahlbaren Wohnungen mehr finden.

Ein Teufelskreis! Wer bringt den Mut auf, ihn zu durchbrechen?

Als Propheten unserer Zeit mahnen sowohl moralische Instanzen als auch renomierte Wissenschaftler. Auf sie sollten die Menschen endlich hören. Dabei könnte vielleicht helfen, einmal das Buch über "Die Bibel als Tagebuch der Menschheit" zu lesen.

11.08.2018

Hinweis: Wenn Sie den vorstehenden Links auf meiner Homepage folgen, finden Sie am Ende der jeweiligen Anmerkungen auch einen Link, der dann hierher zurück führt!

Proteste gegen den Braunkohleabbau

Auch ich finde den Abbau der Braunkohle nicht mehr zeitgemäß; wir brauchen die Energiewende. Einer Gruppierung, die mich per Newsletter zur Teilnahme an den Protesten ermuntern wollte, hatte ich geantwortet:

Um [ die Energiewende ] zu erreichen, ist es erforderlich, vorrangig dafür zu sorgen, dass der vorhandene erneuerbare Strom auch über Trassen dahin gebracht wird, wo er gebraucht wird, und überschüssige Mengen sinnvoll zwischengespeichert werden. Solange sich hier nicht nur nichts tut, sondern der Bau geplanter Trassen durch Proteste der Anrainer über Jahre verzögert wird und Speicher kaum gebaut werden, geht jeder Protest gegen den Braunkohleabbau am Thema vorbei. Und wenn dieser Protest noch mit kriminellen Mitteln betrieben wird, wie jetzt im Hambacher Forst, kann das nicht meine Unterstützung finden.

Unter der Überschrift "Das Land braucht einen Kohlekonsens" kommentiert heute der Chefredakteuer der Rheinischen Post:

"Alle sind für Klimaschutz. Aber wer verzichtet dafür auf die Autofahrt zum Bäcker? Oder die Flugreise nach Mallorca, Paris oder Berlin? Wer reduziert seinen Stromverbrauch, damit die Abhängigkeit von der Kohle schneller sinkt, die für rund 25 Prozent des Verbrauchs herhalten muss. Wer von den Demonstranten schafft sein Smartphone oder Smart Home dafür ab? Wer akzeptiert den Stromkonverter hinter seinem Haus, damit der grüne Strom von der Nordsee schnell in den Süden gelangt? Man prüfe sich. Der Einsatz für den Wald ist löblich. Aber er reicht nicht. Ein nationaler Konsens muss Industrie, Wissenschaft, Gewerkschaften, Umweltschützer und Politik beinhalten."

Das trifft voll und ganz meine Auffassung, die ich auf dieser Homepage schon mehrfach vertreten habe. Es ist der Widerspruch unserer Gesellschaft, die immer mehr konsumieren will. Die gesamte Wirtschaftspolitik ist auf dieses Mehr ausgerichtet. Es bricht großer Jammer aus, wenn die Wachstumsraten hinter den Erwartungen zurück bleiben. Wer begreift endlich den alten Spruch: "Weniger ist mehr!"

Mehr Klimaschutz geht nur mit weniger Konsum!

08.10.2018


Der Extremsommer und seine Folgen

Unter der Überschrift "Ein Rinnsal namens Rhein" berichtet jetzt die Rheinische Post umfangreich über die Folgen dieses Extremsommers mit seiner Hitze und Trockenheit.

In ihrem Kommentar "Klimaschutz früh und konsequent verfolgen" plädiert sie dafür,

"sich so früh wie möglich auf Extremfälle wie in diesem Jahr einzustellen (und) Lehren aus der Not zu ziehen."

Sie erkennt aber auch zutreffend:

"Solche Fragen sind ereignisgetrieben, werden uns immer dann bewusst, wenn wir wie gerade durch die Trockenheit die Folgen spüren. Danach geraten sie schnell in Vergessenheit."

Was ich sowohl in dem Bericht als auch im Kommentar vermisse, ist ein Hinweis auf die Ursachen. Es nutzt nichts, Ratschläge zu erteilen, wie wir künftig auf die Folgen weiter drohender Extremsommer re-agieren können. Es muss endlich klar und deutlich ausgesprochen werden, dass nur ein Verzicht auf Konsum helfen wird, den Klimawandel zu stoppen. Da war der Kommentar vom 08.10.2018 schon deutlicher!

Vielleicht hilft aber auch dieser Hinweis aus dem Bericht weiter:

"Das mache sich vor allem beim Kunden bemerkbar, der im schlimmsten Fall das Drei- bis Vierfache des üblichen Preises bezahlen müsse, sagte Kleinbongartz. Aber auch der Endverbraucher müsse sich bald auf Preiserhöhungen einstellen."

Damit bewahrheitet sich jetzt auf dramatische Weise die Mahnung unserer Altbundespräsidenten, die aber gemeint hatten, dass diese Folgekosten schon vorab hätten eingepreist werden müssen, um so den Konsum von vorn herein zu bremsen und den Klimawandel zu verhindern.

18.10.2018


27.10.2018 - Rheinische Post: "Niedrigwasser lässt Benzinpreis steigen"

Zitat aus dem Bericht:

"Nach Angaben des Mineralölverbandes können Tankschiffe wegen der seit Wochen fallenden Pegel nur noch mit einem Drittel der gewöhnlichen Ladung befüllt werden. (...) Durch das Transportproblem können viele Tankstellen nicht mehr regelmäßig mit Benzin und Diesel beliefert werden. So mussten bereits Tankstellen in Düsseldorf, Meerbusch und Grevenbroich vorübergehend ihre Zapfanlagen abstellen, weil ihnen der Treibstoff ausgegangen war."

Wer das Buch über "Die Bibel als Tagebuch der Menschheit" gelesen hat, könnte auf die Idee kommen, dass das was wir jetzt erleben, die Strafe für unseren Umgang mit Gottes schöner Schöpfung ist. Und es könnte der der Natur eingegebenen Selbstheilungsfähigkeit zuzuschreiben sein, dass sie erkannt hat, wer sie geschädigt hat. Und da rächt sie sich gezielt an denen, die mit ihrer übertriebenen Mobilität einen erheblichen Anteil am Klimawandel haben.

Ob man diese Lesart nun teilt oder nicht, ein Nachdenken über das, was die Menschheit mit der Natur treibt, ist jedenfalls dringend geboten! Bei den aktuellen Wahlumfragen haben die Grünen einen deutlichen Zulauf. Ist das ein Zeichen, dass sich vorstehende Erkenntnisse breit machen?

Nachtrag vom 29.10.2018

Auch auf Tagesschau.de finden sich nachdenkliche Leserzuschriften! Und die Klatsche bei der Landtagswahl in Hessen ist doch auch deutlich!

Wie ich die Entwicklung des Benzinpreises sehe, finden Sie hier!


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