Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)

Totengräber der privaten Vorsorge am Werk

Heute ist eine schlimme Entscheidung gefallen und so titeln die ersten Zeitungen:

Ich stimme allen Kritikern zu. Ich habe auf dieser Seite schon viel über das falsche Verständnis von Politik und Bänkern zum Wesen des Geldes geschrieben. Schauen Sie sich dazu z.B. bitte folgende Artikel an:

Herr Draghi will erklärtermaßen die Inflation anheizen bei weiterhin niedrigen Zinsen. Damit macht er sich zum Totengräber der privaten Altersvorsorge. Er hat offensichtlich nicht begriffen, dass die Wirtschaft nicht unendlich wachsen kann. Der Geldkreislauf lebt vom "rollenden Rubel". Leistungen der Staaten auf Pump stürzen die nachwachsenden Generationen ins Chaos.

Er hätte sich lieber darauf beschränken sollen, den Staatslenkern ins Gewissen zu reden, sich mehr Haushaltsdisziplin aufzuerlegen und die Steuerschlupflöcher zu schließen, damit die starken Schultern einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung der Staatsaufgaben leisten. Der Begriff "Steuern" für die staatlichen Abgaben kommt schließlich von "Beisteuern"! Diese starken Schultern entziehen mit ihren hohen Bezügen dem Markt das Geld, das bei einer gerechteren Verteilung der wirtschaftlichen Erfolge dem mit Durchschnittseinkommen ausgestatteten Arbeitnehmer den Spielraum einräumen würde, mit dem dieser den so sehr von Herrn Draghi geforderten Konsum anheizen könnte.

Zu dem von den Befürwortern der Maßnahmen vorgebrachten Argument, der Euro-Raum rutsche in eine Deflation, wird richtiger Weise darauf hingewiesen, dass der sinkende Ölpreis wesentlich zur Senkung der Lebenshaltungskosten unserer mobilen Gesellschaft beiträgt. Mir fällt aber noch ein weiteres Argument ein, das ich noch nirgends gelesen habe. In meinem Artikel über die Entscheidungen der Kartellbehörde habe ich mich der Frage zugewandt, welche Auswirkungen der ruinöse Wettbewerb der Discounter hat. Im Lebensmittelmarkt werden Landwirten Preise aufgezwungen, zu denen sie nicht artgerecht produzieren können. Würde hier ein leistungsgerechter Preis gezahlt, sähe das mit der Preisentwicklung auch schon wieder viel normaler aus.

Auch sollte erst einmal der internationale Niedriglohn-Wettbewerb durchleuchtet werden. Gerade die Industriestaaten leisten sich einen Luxus auf Kosten der Schwellenländer (Textilien als Stichwort!). Gerechter Lohn für diese Waren würde nicht nur den Schwellenländern helfen, sondern auch das Preisniveau bei uns auf natürliche Weise heben. Dieses Ungleichgewicht durch Kredite auszugleichen, ist Schwachsinn und fördert eben die Finanzspekulation, hilft aber nicht den Schwellenländern wirklich. Richtige Wirtschaftspolitik verhindert einen Wettbewerb, dessen Ergebnis nun auf einmal als Vorlage für die künstliche Anheizung der Inflation dienen muss. Das versteht doch kein vernünftig denkender Mensch.

Es ist an den Staaten, eine geordnete, auf die Zukunft gerichtete Politik zu betreiben, bei der Leistungen gerecht bewertet und der so gefundene Preis auch ehrlich bezahlt wird. Gleichgültig, ob es sich dabei um den privaten Handel oder um staatliche Leistungen auf nationaler oder internationaler Ebene handelt.

Statt einer Präferenz der Geldpolitik zur Unterstützung der Finanzspekulation brauchen wir endlich eine gerechte Verteilung des gesamtwirtschaftlichen Erfolges der globalen Real-Wirtschaft

  • als angemessener Lohn aller Erwerbstätigen,
  • als ausreichende Altersversorgung und
  • als Ertrag der Kapitalgeber.

Für dieses Ziel müssen sich alle Verantwortlichen einsetzen. Dann funktioniert der Wirtschaftskreislauf aus Angebot und Nachfrage und das Geld findet wieder zurück zu seiner Aufgabe als Verrechnungseinheit für die erbrachte Leistung.

22.01.2015 - zuletzt überarbeitet am 24.01.2015

Wie zur Bestätigung meiner Thesen kommt jetzt diese Meldung:
"Arm trotz Arbeit: Mehr als drei Millionen Erwerbstätige von Armut bedroht"
berichtet SPIEGEL-online.

Und in der Rheinischen Post habe ich jetzt folgenden Artikel gefunden:
Bauer Willi packt aus - "Heute habe ich dermaßen die Schnauze voll".

DIE WELT berichtet über eine TV-Dokumentation im SWR:
"So funktioniert das System der Ausbeutung bei Netto".
Der Schlusssatz "Mit der Nachfrage nach billigen Produkten nimmt der Verbraucher in Kauf, dass diejenigen, die sie herstellen und verkaufen, das unter schwierigen Arbeitsbedingungen tun ..." trifft sich genau mit meinem vorstehenden Anliegen einer gerechten Verteilung des wirtschaftlichen Erfolges!
Hier geht es zur Sendung des SWR!


Gescheiterte EZB-Politik

Über das Scheitern der EZB-Politik berichtet die FAZ unter der Überschrift "Warum gibt es keine Inflation?"

Ich finde damit meine auf diesen Seiten vielfach vertretenen Thesen bestätigt, dass wir wieder einen echten Kreislauf des Geldes in einer realen Wirtschaft mit gerechten Preisen für Waren und Dienstleistungen anstreben und alle Spielchen vermeiden müssen, durch die große Geldmengen einfach nur in der Finanzspekulation verschwinden.

02.12.2015

Über die faktische Inflation in Deutschland berichtet jetzt die Rheinische Post:
"Lebensmittel teurer, Benzin immer billiger"

11.12.2015


EZB - unbelehrbar!

Trotz der vielfältig vorgetragenen Bedenken hat Mario Draghi nun doch wieder zugeschlagen und seine Politik der Geldvernichtung fortgesetzt. Beispielhaft für die heutige Eilberichterstattung sei hier auf die FAZ verwiesen:

"EZB erhöht Strafzinsen und steigert Anleihekäufe"

Erstmals am 21.10.2015 habe ich mich selbst an die EZB gewandt und als Bürger mit wirtschafts- und steuerpolitischem Sachverstand meine Sicht auf die verkorkste Geldpolitik vorgetragen. Daraus hat sich ein langer Mailverkehr entwickelt, in dem mein Gesprächspartner immer wieder versucht hat, mir die einschlägigen Veröffentlichungen der EZB als die schlussendliche Weisheit zu verkaufen, aber nie ist er wirklich eingegangen auf meine Argumentation. Darum veröfffentliche ich nun nachstehend einige Passagen aus meinen Mails, auf die ich noch immer keine einsichtsfähige Antwort erhalten habe.

21.10.2015:
Immer mehr geht nicht in einer Gesellschaft, die im Grunde alles hat, was lebensnotwendig ist. Alle anderen Ausgaben produzieren letztlich nur Müll! Es ist an der Zeit, dass auch Sie begreifen, dass wir so nicht mit unserem Planeten umgehen können. Deshalb sollten auch Sie sich eine ruhige Stunde gönnen und mal die Enzyklika des Papstes lesen, in der er seine Sorge um unseren Planeten zum Ausdruck bringt.

29.10.2015:
Abgesehen von den südlichen Euro-Ländern haben wir doch deshalb einen zurückgehenden Konsum, weil die Gesellschaft deutlich altert. Und alte Leute haben alles, was sie an Ausstattung brauchen. Sie horten deshalb ihr Geld, um es für die zu erwartenden Kosten der Betreuung im Alter einsetzen zu können. (...)
Im übrigen pfeifen es doch alle Spatzen von den Dächern, dass die niedrige Inflationsrate insbesondere bedingt ist durch die niedrigen Benzinpreise. Um diese Entwicklung bereinigt, steigen die Preise! Sobald die Benzinpreise wieder steigen, ändert sich das Szenario und die versteckte Inflation wird wieder sichtbar. Für Rentner und Pensionäre, die nicht täglich mit dem Auto unterwegs sind, ist das doch jetzt schon zu beobachten und im Geldbeutel zu spüren. Gerade wegen dieser Zusammenhänge hätte ich von Ihnen eine qualifiziertere Antwort erwartet. Aber offensichtlich fehlt Ihrer Institution eben die notwendige Demut, um die Worte des Papstes zu begreifen, der in seiner Enzyklika den menschlichen Machbarkeitswahn kritisiert hat.

04.12.2015:
(Ihre) monetäre Betrachtung geht doch völlig an den Bedürfnissen der Bürger vorbei. Und den Staaten hilft das auch nicht weiter. Die Finanzminister müssen endlich lernen, alle Ausgaben durch entsprechende Steuereinnahmen zu decken und endlich mit der Schuldentilgung zu beginnen. Das wäre der beste Dienst an unserem Geldsystem. (...)
Geld ist keine Ware. Geld ist eine Verrrechnungseinheit für die Leistung. Sie hat Wertaufbewahrungscharakter für die Fälle, in denen zur Zeit Konsumverzicht geübt wird, damit man sich nach dem Eintritt ins Rentenalter und den sodann nicht mehr steigerungsfähigen Einnahmen, noch immer einen angemessenen Lebensstandard leisten kann. Allen, die das begriffen haben, schlagen Sie mit Ihrer Politik ins Gesicht. Wo bleibt da Ihre Verantwortung für große Zusammenhänge?

10.12.2015:
(...) offensichtlich gehört Ihre Behörde zum Kreis derer, die das Alte Testament mit den Tänzern um das goldene Kalb beschreibt. Geld macht offensichtlich gierig und vernebelt den Blick auf das Wesentliche. Verantwortung für diese Welt - und wir haben nun mal nur diese eine Welt - sieht nach meinem Verständnis anders aus.
Sorgen Sie lieber dafür, dass die europäischen Finanzminister angehalten werden, ihre Ausgaben aus laufenden Steuereinnahmen zu finanzieren. Dazu können gerne die Spitzengehälter spitzenmäßig belastet werden, damit das Geld nicht in der Finanzspekulation verschwindet, sondern unmittelbar vom Staat wieder in den Wirtschaftskreislauf gelenkt werden kann. So kann der Staat die von den Bürgern in Anspruch genommenen Leistungen Kosten deckend finanzieren und braucht dafür keine Kredite aufzunehmen - aufgenommen bei den Finanzspekulanten.

10.12.2015:
Hinweis auf Schuldenkrise in Europa mit meinen bereits vor fünf Jahren gemachten Anmerkungen über den Unterschied zwischen dem Handeln eines Menschen in seinem Lebenszyklus und dem Handeln des Staates, für den es einen solchen Zyklus nicht gibt.

03.03.2016:
Wie wollen Sie eigentlich die Banken zur Kreditvergabe verleiten? Wenn niemand Kredite nachfragt, kann das doch nicht funktionieren. Oder wollen Sie die Bürger durch Zwang zum Verschulden in den Ruin treiben?
In Gesprächen erlebe ich immer wieder, dass die Bürger vollkommen verunsichert sind, wie sie mit ihrem Geld umgehen sollen. Bürger, die planen, ein gebrauchtes Haus zu kaufen, wissen nicht mehr, wie sie ihr Erspartes über die Runden bringen sollen, bis sie endlich "zuschlagen" können. Gebrauchte Häuser werden nicht verkauft sondern nur vermietet, weil der potentielle Verkäufer den Kaufpreis nicht anzulegen weiß. Sie bringen mit Ihrer Geldpolitik erprobte Spar- und Anlagemodelle durcheinander, nur um einen Müll produzierenden Konsumrausch anzukurbeln. Spüren Sie denn überhaupt keine Verantwortung mehr für die Umwelt? (...) Drängen Sie die Finanzminister, Spitzeneinkommen auch spitzenmäßig zu belasten, damit dieses Geld nicht in der Finanzspekulation verschwindet, sondern zur Finanzierung dringend notwendiger Staatsausgaben zur Reparatur der maroden Infrastruktur (Straßen, Schiene, Schulen pp.) zu dienen. Das Geld kommt dann irgend wann bei den Konsumenten an und der Kreislauf schließt sich.

Schade, um wohlüberlegtes Handeln verantwortungsbewusster Bürger zu verstehen, fehlt es den Allgewaltigen der EZB offenbar am notwendigen Verstand! Wenn in einigen Kommentaren der elektronischen Medien heute schon der Zusammenhang einer zu erwartenden Blase am Baumarkt und der heutigen Entscheidung der EZB in den Blick genommen wird, dürfte diese Sicht nicht falsch sein.

10.03.2016

PS: Beim Stöbern in den Kommentarspalten zu der aktuellen Berichterstattung habe ich jetzt folgende Lesermeinung gefunden:

Mehr als 80 Prozent des Geldes werden nur noch zur Aufbewahrung von Vermögen genutzt und sind seiner eigentlichen Funktion damit entzogen. Es wäre Aufgabe der Finanzpolitik, dieses Geld durch eine vernünftige Besteuerung nutzbar zu machen. Draghi ist momentan der Prügelknabe, der ausbaden muss, dass die Politik nichts dagegen tut, dass Konzerne und Multimillionäre sich der Steuerpflicht de facto entziehen. Also versucht er, deren Geld zu entwerten und neues Geld in den Kreislauf zu pumpen. Das ist keine gute Lösung, aber angesichts des Versagens der Politik die einzige!

Das bestätigt noch einmal ganz drastisch die Fehler der gesamten Steuer- und Haushaltspolitik: Der Kleine Mann wird geschröpft und das Große Kapital wird geschont. Bitte lesen Sie meine Ausführungen am Anfang dieser Seite; insbesondere den letzten Absatz meiner Ausführungen vom 22.01.2015!


Und jetzt das:

"Sparkassen-Kunden drohen höhere Gebühren"

Da fällt mir jetzt nur noch eine Umdeutung der Abkürzung EZB ein:

Alle Kommentare, die man lesen kann, laufen doch auf dieselbe Kritik hinaus, die auch ich schon lange geäußert habe.

Herr Draghi macht sich zum Helfer der hoch verschuldeten Staaten Europas, damit diese Ihre Schulden durch Geldentwertung tilgen können. So werden die kleinen Sparer geschröpft, damit die Spekulanten ihr Geld retten, statt angemessene Steuern an die klammen Staaten zu zahlen.

Und Deutschland darf über diese Politik noch nicht einmal mitentscheiden - aber für die Risiken kräftig haften!

15.03.2016


EZB-Politik findet immer noch Unterstützer

Offensichtlich gibt es noch immer Volkswirte, die die Politik gut finden. So berichtet die Rheinische Post unter der Überschrift "Machtlos gegen die Deflation" über eine Aussage des Dekabank-Chefvolkswirts Ulrich Kater, wonach es problematisch sei, nur die Geldpolitik für die Schwierigkeiten der Altersvorsorge verantwortlich zu machen. Er verweist darauf, dass die Altersversorgung von der Entwicklung der Realwirtschaft abhängig sei.

Gern bin ich bereit, dem Hinweis auf die Realwirtschaft zu folgen. Der Haken ist nur, dass die Wertschöpfung der Wirtschaft nicht bei denen landet, die sie real erarbeitet haben. Lesen Sie bitte einfach noch einmal meine Einführungen am Anfang dieser Seite!

Alle Gedanken "kluger" Leute blenden das Verteilungsproblem aus. Was soll die Diskussion um das "Helikoptergeld", wenn man den Bürgern eine dauerhaft gerechte Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft vorenthält? Sie könnten wirklich die Wirtschaft mit ihrer Nachfrage ankurbeln, wenn die aus den Unternehmen durch hohe Managervergütung und Kapitalausschüttungen abgesogenen Gewinne ordentlich besteuert und so zur Aufstockung der schlecht bezahlten Arbeitnehmer in den Dienstleistungsbereichen zur Verfügung stünden, statt in der Finanzspekulation zu landen.

02.04.2016

PS: Schauen Sie sich bitte um, was ich schon einmal zum Problem der Geldschöpfung mit dem liberalen Politiker Frank Schäffler diskutiert habe! Wenn die klassischen Regeln des Geldmarktes aus den Angeln gehoben werden, brauchen wir uns über nichts mehr zu wundern.


Warnung vor Supernova an den Finanzmärkten

In der Süddeutschen Zeitung wird jetzt über den Anleihemarkt berichtet und darüber, dass ein legendärer Investor vor einer Supernova an den Finanzmärkten warnt.

Mir sagt der Name Bill Gross nichts. Ich bin ja auch kein Großanleger, sondern nur ein ganz normaler Sparer, der für die Wechselfälle des Lebens ordentlich vorsorgt. Aber wie auf dieser Seite immer wieder betont, bedarf das umlaufende Geld einen ganz realen wirtschaftlichen Hintergrund. Der ist aber nicht mehr gegeben, wenn staatliche Leistungen über Kredit und nicht über Steuern finanziert werden und Arbeitgeber Niedriglöhne an prekär beschäftigte Arbeitnehmer zahlen, um ihren Profit zu steigern.

Wann werden endlich die Politiker wach und ringen sich durch zu einer Neuordnung der globalen Regeln für eine gerechte Bezahlung der von hart arbeitenden Menschen erbrachten Dienstleistungen und der Finanzierung staatlicher Leistungen ausschließlich über Steuern und nicht über Kredite von denjenigen, die ihre überdimensionierten Profite in der Finanzspekulation versenken?

10.06.2016


11.08.2016 - Süddeutsche Zeitung:
"Warum eine kleine Raiffeisenkasse bundesweit Aufsehen erregt"

Zitat aus dem Bericht: "Nun fällt ein weiterer Dominostein, und viele Bankkunden fragen sich, ob sie auf ihr Erspartes auch bald Negativzinsen zahlen müssen."

Ein gutes Beispiel, dass es nichts nutzt, die Geldmenge zu vermehren, wenn keine Verwendung vorhanden ist. Die Politik von Herrn Draghi ist gescheitert; er will es nur noch nicht einsehen!


01.09.2016 - Focus: "Banken ächzen unter Zinstief - Strafzinsen für Sparer? "

Zitat aus dem Bericht: " 'Für den Bankensektor wird die derzeitige Zinspause mehr und mehr zu einer bedrohlichen Durststrecke', sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Felix Hufeld, bei einer Bankentagung am Donnerstag in Frankfurt."

Das sagt ein Mann, der es kraft Amtes wissen muss!


05.01.2017 - FAZ: "Das Inflationsgespenst erwacht"

Zitat aus dem Bericht:
"Der Hauptgrund für den derzeitigen Inflationssprung ist die Ölpreisentwicklung. Vor einem Jahr lag der Ölpreis am Boden, nun ist er wieder gestiegen. Benzin und Heizöl kosten mehr."

Genau das hatte ich schon in meiner Mail vom 29.10.2015 beschrieben! Auch alle weiteren Prognosen von damals werden jetzt wohl eintreten, wie die FAZ schreibt. Eine kluge Analyse!


31.01.2017 - Rheinische Post:
"Inflationsrate zieht zum Jahresbeginn deutlich an"

Zitat aus dem Bericht:
"Bundesbankchef Jens Weidmann hat mit Blick auf die Inflation bereits laut über eine Abkehr von der laxen Linie der EZB nachgedacht."

Nachdenken ist gut - handeln ist besser!


29.04.2017 - Rheinische Post:
"Macht Vollgeld das Bankensystem sicherer?"

Zitat aus der Kolumne der Ökonomin zu einer geplanten Volksabstimmung in der Schweiz:

"Der größte Teil [des Geldes] ist Buchgeld. Das schaffen Banken aus dem Nichts - indem sie Kredite an Firmen und Bürger vergeben und diesen einen entsprechenden Betrag auf dem Girokonto gut schreiben. Daher ist in Krisen auch die größte Sorge, dass Sparer Banken stürmen und ihr Geld in Scheinen abheben wollen, die gar nicht im Tresor liegen. Um einen Bank-Run zu verhindern, rettet die Politik immer wieder Institute."

Trotz dieser klaren Beschreibung der Ursachen für die gerade durchgestandene Bankenkrise folgt die Ökonomin der Meinung der Bundesbank und rät, die Schweizer sollten die Idee vom Vollgeld in ihren Bergseen versenken.

Ich bin da völlig anderer Meinung. Lesen Sie bitte, was ich schon damals in der Finanzkrise zum Problem der Geldschöpfung geschrieben habe. Das liegt genau auf der Linie einer Leserzuschrift: "Frau Ökonomin, Ihr Artikel ist wieder einmal Schrott." Der Leser beschreibt sehr treffend, dass es schon schlimm genug ist, was die EZB anrichtet. Folgen Sie dazu auch bitte meinen Ausführungen vom Beginn dieser Seite an.

Weil eben die Banken über ihre Rolle als Kapitalsammelstelle hinausgehen und Kredite aufgrund eigener Geldschöpfung verleihen, wird es doch so leicht gemacht, einen Konsum anzuheizen, der letztlich nur auf der Müllhalde landet. Von nachhaltigem Wirtschaften zum Schutz der Umwelt hat Frau Höning wohl noch nie etwas gehört.


Nach oben